Matthias Maßwig - Skulpturen/Malerei/Collagen/Objekte/Steine
Matthias Maßwig lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in Berlin. Sein Wissen um Materialien und Technik hat er sich im Selbststudium angeeignet, wobei seine Erfahrungen in handwerklichen Berufen (u. a. Werkzeugmacher, Schmied, Steinmetz) eine fundierte Grundlage für sein künstlerisches Schaffen bilden.
Matthias Maßwig ist ein Geschichtenerzähler, ein Phantast im besten Sinne des
Wortes. Allerdings entstehen seine Geschichten nicht nur im Kopf, sondern
entwickeln sich aus dem Material: dem Holz, dem Stein, den Farben. Das Material ist
dabei so vielfältig wie seine Phantasie.
Seit mehr als 30 Jahren befasst sich Matthias Maßwig mit der Bildhauerei, in den
letzten Jahren auch verstärkt mit der Malerei. Vor allem in Bildern, Collagen und
Objekten drückt sich seine Liebe zu Strand und Meer aus. Seinen Themen und
Motiven ist er über die Jahre weitestgehend treu geblieben: Der Mensch und sein
Platz in der Welt, die vor allem eine Inselwelt ist: Bornholm, Hiddensee und Rügen
haben Matthias Maßwig inspiriert und geprägt.
Seit 2000 gibt es das Atelier & Galeriewerkstatt ARTISAN in Berlin-Kreuzberg. Dort
präsentiert Matthias Maßwig neben seinen eigenen Arbeiten auch Werke
befreundeter Künstler und arbeitet in dem über der Galerie gelegenen Atelier.
Er ist Mitglied im Berufsverband bildender Künstler (bbk berlin e.v.)
Skulpturen
Matthias Maßwigs bevorzugtes Material ist Holz, dessen Elastizität und Lebendigkeit
sich auch in seinen Skulpturen wiederfindet. Es sind vor allem helle Hölzer, die er für
seine Skulpturen und Reliefs verwendet (Birke, Ulme, Ahorn und Eiche). Durch die
aufgenommene und angenommene Struktur des Holzes wird das Wechselspiel von
Licht und Schatten auf ihren Gesichtern und Körpern verstärkt und gibt ihnen damit
eine starke Ausstrahlung. Die gebändigte jedoch nicht gebrochene Seele des
Baumes bezaubert den Betrachter durch scheinbare Einfachheit; die sensiblen
Formen der Skulpturen und ihre glatte Oberfläche verführen dazu, sie sanft zu
berühren. Obwohl ihnen eine gewisse Gelassenheit, sogar Stille, innewohnt, laden
sie ein, mit ihnen zu kommunizieren, ihrer Geschichte zu lauschen und darüber
vielleicht sogar mit sich selbst ins Gespräch zu kommen.
Malerei
In den letzten Jahren hat sich Matthias Maßwig verstärkt der Malerei zugewandt.
Farbe als Möglichkeit zur Umsetzung seiner Ideen.
Hier bevorzugt er Acryl in – wie
er sagt – „meinen Bornholmer Farben“: In kräftigem Gelb, Grün, Rot und Blau hält er
seine Vorstellungen in traumhaft entrückten Bildern fest. Kräftige Farben, die sich
auch häufig in den Arbeiten der Maler dieser Insel wieder findet. Allerdings kommt er
wesentlich frischer daher, lässt hier, anders als bei seinen Skulpturen in der Ruhe,
der Stille Dynamik zu. Auf Sperrholz, Hartfaser und Leinen entstehen
Seelenlandschaften, deren minimalistische Farbgebung in starkem Kontrast zur
spielerischen Detailtreue des Künstlers steht.
Das Leben – sein Leben – ist bunt!
Collagen und Objekte
In den Collagen und Objekten von Matthias Maßwig verbinden sich die ihn
auszeichnende Freude am Detail und das Zusammenfügen von scheinbar
Unmöglichem mit der Freude am handwerklichen Schaffen.
Strandgut und Fundstücke: Die Zeit ist über sie hinweggegangen und hat ihnen ein
Teil ihrer ursprünglichen, stofflichen Identität genommen. Wasser, Sand und Wind
haben sie verändert, verbogen und zerrissen, sie rund geschliffen und geglättet.
Humorvoll inszeniert Matthias Maßwig kleine Szenen ihres Eigenlebens, lebensfroh
und mit einem Augenzwinkern.
Steine
An den Ufern Rügens, der Insel Hiddensee und der Insel Bornholm entdeckten und
geborgenen Graniten und Quarzen gibt Matthias Maßwig mit seinen steinernen
Köpfen Gestalt und Gesicht.
Dabei bedient er sich der strukturellen Eigenheiten
jedes einzelnen Steines – ergründet gewissermaßen im Dialog mit ihm das
Menschliche in ihm, verleiht so jedem Kopf sein einzigartiges Aussehen, macht sie
zu Charakterköpfen.
Typisch für ihn, finden sich auch hier – wie im Holz – die Rundungen, die dem
rauhen Stein Sanftheit und Wärme verleihen.
G.-P. Roch / SM


